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Größte Ausdehnung eines Thai-Königreichs – Entwicklung der Thai-Schrift – Einführung des Buddhismus – Aufbau eines "aufgeklärten" Königtums
Ramkhamhaeng machte das 1238 gegründete Königreich Sukothai zu dem mächtigsten Staat in Südostasien, nach dem sein Vater Sri Inthratiya die Herrschaft der Khmer abschütteln konnte.
Dessen Sohn Ban Muang, der als Nachfolger der ständigen Bedrohung durch die Khmer ausgesetzt war, hatte um 1260 eine Entscheidungsschlacht vor Sukothai zu überstehen.
In dieser Schlacht machte sich sein Bruder Rama verdient, indem er Ban Muang durch einen mutigen Gegenangriff vor dem sicheren Untergang rettete und die Schlacht für die Thai entschied.
Seitdem wurde dieser Rama der Mutige, Ramkhamhaeng, genannt.
Nach seiner Krönung setzte Ramkhamhaeng auf Expansion und vereinigte mehrere Thaistämme des Nordens unter seiner Führung, die als Streitmacht den Süden des heutigen Staatsgebiets und auch noch Teilgebiete von Malaysia eroberte.
Im Norden dehnte er die Grenzen über Luang Prabang bis nach Vientiane in Laos aus.
Damit war das Großreich der Khmer zerschlagen.
Ramkhamhaeng verfolgte seine Absichte nicht ca. militärisch, sondern benutzte auch diplomatische und kulturpolitische Mittel, um sein Reich zu vereinen und zu festigen.
Drei Säulen bilden seine Basis, die noch bis heute in der thailändischen Gesellschaft nachwirken:
der eher strenge Theravada-Buddhismus, das Königtum, das sich dem Wohlstand des Volkes verpflichtet fühlt und die kulturelle Eigenständigkeit, deren Quellen in der kambodschanischen und in der chinesischen Kultur liegen und die u.a. durch eine eigene Schrift dokumentiert wird, die Ramkhamhaeng 1282 entwickelte.
Der erste überlieferte Text in dieser Schrift ist seine in Stein gemeißelte Regierungserklärung aus dem Jahr 1292, die in dem Nationalmuseum in Bangkok steht.
Diese Schrift ist auch heute noch in Gebrauch, so dass Thailänder alte Dokumente und Inschriften mühelos lesen können.
Die Verpflichtung seinem Volk gegenüber nahm Ramkhamhaeng offenbar sehr ernst, hing doch vor seinem Palast in Sukothai eine Glocke, die jeder Bürger schlagen konnte, der vom König Gerechtigkeit erhalten wollte.
Es gab keine Bevorzugung der Thai in seinem Reich, auch die eroberten Völker konnten wichtige Positionen in Verwaltung und Unterricht erreichen.
Im Gegenteil versuchte er nützliche ausländische Handwerkskunst in die Kultur zu integrieren, so holte er z.B. chinesische Keramikspezialisten nach Sawankhalok (Si Satchanalai), um Brennöfen in Betrieb zu nehmen.
Auf diese Weise entstand die berühmte Sawankhalok-Keramik, die in der damaligen Zeit ein Exportschlager wurde.
Die Wirtschaft nahm einen gewaltigen Aufschwung, es wurden keine Steuern und Abgaben auf Handel und Transport erhoben, mit Ausnahme der Zinngewinnung auf der Insel Phuket, die königliches Monopol blieben.
Damit wurde die Armee und der Ausbau der Städte finanziert. Stadtmauern, Bewässerungsanlagen und der Beginn eines Schulsystems zählen zu den Errungenschaften des jungen Staates in dem 13. Jahrhundert.
Nach Ramkhamhaeng sind u.a. der Nationalpark zwischen Sukhothai und Kamphaeng Phet und die erste offene Universität des Landes in Bangkok benannt.
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